S-Klasse: Die W109 6.3, W116 6.9, W126 560 & W140 600

 

Die S-Klasse W109 300 SEL 6.3, 1968–1972.

 

 

 

Seine Leistungsfähigkeit entsprach der eines Hochleistungssportwagens

 

Im März 1968 wurde die 300 SEL 6.3 spitzenreiter in der Klasse dieser Modellreihe. Er war mit dem V8-Motor und dem Automatikgetriebe des 600er-Modells ausgestattet, so dass seine Leistung der eines Hochleistungssportwagens entsprach.

 

 

 

 

Viele Kunden interessierten sich für die 300 SEL 6.3

 

Die Präsentation auf dem Genfer Autosalon sorgte für Aufsehen, zumal es keine Hinweise darauf gegeben hatte, dass ein Modell wie dieses auf den Zufall kommen sollte. Von außen war der 6.3 nur an seinen breiteren Reifen, doppelten Halogenscheinwerfern und zusätzlichen Abstandsstrahlscheinwerfern zu erkennen.

 

 

 

 

Obwohl es über 10.000 DM mehr als 300 SEL und doppelt so viel wie die 280 SE kostete, interessierten sich viele Kunden für die 300 SEL 6.3, so dass 6.526 Einheiten produziert wurden.

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Die S-Klasse W116 450 SEL 6.9, 1975-1979.

 

 

Im Mai 1975 wurde der Typ 450 SEL als neues Topmodell der Type-Serie und als legitimer Nachfolger von 300 SEL 6.3 vorgestellt. Der aus dem 6,3-Liter-Aggregat entwickelte 6,9-Liter-V8-Motor ( leistete 286 PS und ein maximales Drehmoment von 56 mkg.

 

 

 

 

Erstmals in einem Mercedes-Benz Auto garantiert esaß eine hydropneumatische Federung mit Füllstandsteuerung höchsten Fahrkomfort. Weitere optionale Ausstattungen, die zur Serienlieferung des Topmodells gehörten, waren Zentralverriegelung, Klimaanlage und Scheinwerferwaschanlage.

 

 

Die 450 SEL 6.9 war ein sofortiger und voller Erfolg

 

 

Als direkter Vorgänger war der 450 SEL 6.9 ein sofortiger und voller Erfolg. Obwohl er mehr als doppelt so teuer war wie der 350 SE, wurden innerhalb von vier Jahren sogar 7.380 Autos gebaut.

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Die S-Klasse W126 560 SEL, 1985-1991.

 

 

„Spektakuläre Innovation“

 

September 1985, wieder auf der Frankfurter Messe, wurde eine komplett überarbeitete S-Klasse eingeführt. Neben einem subtilen Facelift, das vor allem das Aussehen der Stoßfänger, Seitenschweller und Räder veränderte, lag der Schwerpunkt auf einem umstrukturierten Motoraufgebot. Die spektakulärste Neuerung im Motorenbereich war ein 5,6-Liter-Achtzylinder.

 

 

 

 

Ein 5,6-Liter-Achtzylinder

 

Motor des Mercedes-Benz Typ 560 SEL (ECE-Version) der Baureihe 126.

 

Die spektakulärste Neuerung im Motorenbereich war ein 5,6-Liter-Achtzylinder, der durch die Verlängerung des Hubs des 5,0-Liter-V8 entwickelt wurde und eine Leistung von 272 PS aufdenließ. Bei Bedarf stand auch eine noch stärker komprimierte Version zur Verfügung, die mächtige 300 PS leistete, obwohl es nicht möglich war, dieses Gerät mit einer geschlossenen Emissionsregelung zu kombinieren. Aber auch ohne Katalysator erfüllte diese „ECE-Version“ die von der Wirtschaftskommission für Europa festgelegten Emissionsnormen. Die Modelle mit dieser Motorvariante – die 560 SEL und 560 SEC – waren ihrerZeit die leistungsstärksten Mercedes-Benz Serienautos, die je gebaut wurden.

 

 

„Die 560 SEL und 560 SEC waren ihrerZeit die leistungsstärksten Mercedes-Benz Serienautos, die je gebaut wurden.“

 

Mercedes-Benz Typ 560 SEL (ECE-Version) der Baureihe 126.

 

 

 

Alle Varianten der überarbeiteten Modellpalette – mit Ausnahme der 560 SEL und 560 SEC in der ECE-Version – waren auf Anfrage mit einem geschlossenen Emissionskontrollsystem mit Drei-Wege-Katalysator erhältlich. Bei der Serienversion handelte es sich jeweils um die „Katalysator-Nachrüstversion“, für die das Fahrzeug ohne Katalysator und Sauerstoffsensor, aber mit dem multifunktionalen Mischmittel- und Zündsystem geliefert wurde. Diese Nachrüstvarianten könnten zu einem späteren Zeitpunkt problemlos mit dem Closed-Loop-Katalysator ausgestattet werden. Dies gab den Kunden maximale Flexibilität bei der Wahl der Zeit für die Umrüstung ihres Fahrzeugs – ein nicht unerheblicher Vorteil, da bleifreies Benzin zu diesem Zeitpunkt nicht universell verfügbar war.

 

 

 

Mercedes-Benz Typ 560 SEL der geschlossene Katalysator der Baureihe 126.

 

 

Der Closed-Loop-Katalysator

 

Ab September 1986 war der Closed-Loop-Katalysator bei allen Mercedes-Benz Pkw-Modellen mit Benzinmotor Serienausstattung; die Nachrüstversionen waren bis August 1989 erhältlich – mit entsprechendem Preisnachlass.

 

 

 

Die erfolgreichste Premium-Klasse der Geschichte

 

Modell Jahre Zahlen 560
560 SE 1988-1990 1.151
560 SEL 1985-1991 75.071

Die Produktion der meisten Varianten endete zwischen August und Oktober 1991, obwohl die letzten gepanzerten Modelle erst im April 1992 vom Band gingen. Während der gesamten zwölfjährigen Produktionszeit verließen insgesamt 818.036 Limousinen die Produktionslinien in Sindelfingen, davon 97.546 mit Dieselmotoren. Damit war die 126 die erfolgreichste Premium-Klasse in der Firmengeschichte.

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Baureihe W140 hat den stärksten Mercedes-Benz Automotor seiner Zeit

Mercedes-Benz Baureihe W140 Typ 600 SEL

 

Im März 1991 debütierte die neue S-Klasse-Generation (intern als 140er-Serie bezeichnet) auf dem Genfer Autosalon. Die Produktion des 6,0-Liter-V12-Motors begann im Februar 1992, ein Jahr nach serienlaufendem Serienstart für die 140er-Baureihe.

 

Der 6,0-Liter-V12 M 120 Motor war ein völlig neues Design. Er war nicht nur der erste Zwölfzylinder-Mercedes-Benz für einen Serien-Pkw, sondern auch der stärkste Mercedes-Benz Automotor seiner Zeit mit einer Nennleistung von 300 kW (408 PS). Mit einem Spitzendrehmoment von 580 Newtonmetern erreichte er bei 1600 Umdrehungen pro Minute die 500-Newtonmeter-Marke.

Wie der Sechszylinder und die beiden V8-Motoren war auch der Zwölfzylinder mit Vierventiltechnik, variabler Ansaugnockenwelle und einem elektronischen Einspritzsystem mit Heißdraht-Luftmassensensor ausgestattet. Bei allen Motoren wurde der Minimierung der Abgasemissionen und der Senkung des Kraftstoffverbrauchs hohe Priorität eingeräumt.

Das neue vollelektronische Zündsystem berechnete den optimalen Zündpunkt aus 300 Zündkarten, abgestimmt auf jeden Zylinder einzeln und jeweils auf die Klopfgrenze. Der M 120 war der einzige Zwölfzylindermotor der Welt, der über diese zylinderselektive Anti-Knock-Steuerung verfügte.

Ohne dies wäre es nicht möglich gewesen, das hohe Verdichtungsverhältnis von 10:1 zu erreichen, das für eine optimale Nutzung des Kraftstoffs notwendig ist.

Der V12 bot den weltweit größten Katalysator

Völlig neu waren auch das Motor- und Antriebsmanagement. Alle ihre Steuermodule kommunizierten über einen gemeinsamen Datenkanal miteinander, so dass die Steuergeräte alle gleichzeitig aktiv sein konnten. Dies wurde zum schnellen Aufwärmen der Katalysatoren beim Kaltstart des Motors sowie zur Beschleunigungssteuerung und zur neuen Reibungsmomentsteuerung des Motors verwendet, die die Abschaltstabilität bei Abschaltsituationen auf rutschigen Straßenoberflächen aufrechterhielt.

Der V12 bot die weltweit größte Katalysatoreinheit für Pkw. Sein Sieben-Liter-Volumen vermied durch den Katalysator einen übermäßigen Kraftstoffverbrauch und sorgte für eine hohe Langzeitstabilität.

Dank eines innovativen Konzepts mit doppelwandigem und dreifach isoliertem Auspuffkrümmer sowie doppelwandigen Rohren erreichten die in isolierbare, erweiterbare Matten eingebetteten Keramenkatalysatoren in kürzester Zeit die optimale Betriebstemperatur.

8.573 6,0-Liter-V12 M120-Motoren in Baureihe W140.

Das globale Urheberrecht bleibt Eigentum der Daimler AG.

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